Himmlischer Gästeempfang: Fastenmonat Ramadan



Imam Ali hat gesagt: Wenn du den Neumond des Monats Ramadan erblickt hast ... dann sage: O mein Herr. Ich wünsche mir von dir das Gute in diesem Monat und den Sieg (über Satan).

Ich bitte dich um den Segen, die Reinheit und den Unterhalt dieses Monats. Ich bitte dich um das Gute in diesem Monat und das Gute nach diesem Monat.

O Herr, lass uns diesen Monat mit Sicherheit und Glauben und der Gesundheit des Ichs, mit Segen und Gottesfürchtigkeit und Gelingen dessen, was du liebt und mit dem du zufrieden bist, verbringen. O Gott, mach in diesem Monat das Fasten, das andächtige Durchwachen der Nächte und das Lesen im Koran zu unserem täglichen Brot.

Für die Menschen, die an Gott glauben,ist der Monat Ramadan voller guter Dinge. Es ist der Monat, der den Schmutz von der Seele entfernt und dem Menschen zum Aufstieg verhilft. Wenn der Ramadan eintrifft, ist es als ob ein Regen herabfällt um die verdorrten Bäume eines Gartens wieder zu erfrischen. Es ist wieder an der Zeit zu sprießen. Es sind wertvolle einmalige Stunden, die die Seele einladen ihren Durst an der Quelle der Erkenntnis zu laben. Für alle die sich von den Abhängigkeiten des Herzens befreien und die Segnungen des Allbarmherzigen verspüren wollen ist dieser Monat eine einmalige Gelegenheit.

Der Ramadan ist der Monat Gottes und der schöne Frühling des Korans. In diesem Monat hat jeder die Möglichkeitkeit das Innere zu heilen und an dem prächtigen göttlichen Gästeempfang teilzunehmen.
Der Prophet des Islams sagt:
Der Monat Schaaban ist mein Monat und der Monat Ramadan der Monat Gottes. Wer in meinem Monat fastet, für den werde ich am Jüngsten Tag Fürbitte einlegen und wer im Monat Ramadan fastet, der wird vor dem Feuer sicher sein!
Der Monat Ramadan wurde wegen seiner Vorzüge gegenüber anderen Monaten für das Fasten bestimmt. In diesem Monat wurde nicht nur der Heilige Koran sondern wurde auch andere große Himmelsschriften herabgesandt.
Imam Sadeq aleihe salam sagt: Die Thora wurde am 6., das Evangelium am 12., und das Psalmbuch am 17. Ramadan offenbart, während der Heilige Koran in diesem Monat in der Nacht des Schicksals herabgeschickt wurde.

Das Fasten im Monat Ramadan gehört zu dem islamischen Programmen der Menschenveredlung. Es verhilft dem Menschen zur Vervollkommnung und zur Erreichung von hohen Charakereigenschaften. Ostad Schahid Motahari schreibt darüber: Beabsichtigt ist, dass die fehlerhaften Menschen sich in diesem Monat zu gesunden Menschen und die gesunden Menschen sich zu vollkommenen Menschen verwandeln. Geplant ist die Reinigung der Seele und die Gesundung der Persönlichkeit und Beseitigung der charakterlichen Mängel. Geplant ist die Vorherrschaft von Vernunft, Glauben und Wille über die Vorlieben und Gelüste des Ichs. Der Monat Ramadan, ist der Monat des spirituellen Aufsteigens zu Gott und der Vervollkommnung des Geistes. Wenn der Mensch 30 Tage Hunger und Durst und Schlaflosigkeit erträgt, aber sich im Vergleich zu vorher überhaupt nicht ändert, so ist dieses Fasten für ihn ohne Wirkung.


Ostad Schahid Motahari sagt: Wenn auf Grundlage der richtigen Erkenntnis und der Beachtung der besonderen Bedingungen gefastet wird, bringt Fasten kostbare Resultate für Spiritualität und Charakter und hat Es war schon nach Mitternacht und ich fühlte eine eigenartige Unruhe und Aufregung. Ich dachte an morgen. Morgen wollte ich fasten. Das Fasten im Ramadan war nun meine religiöse Pflicht geworden. Es würde für mich ein wichtiger Tag sein.
Mit diesen Gedanken schlief ich schließlich doch für ein paar Stunden ein.
Im Schlaf war mir, als ob jemand in meiner Nähe spricht. Langsam öffnete ich die Augen und blickte um mich. Es war jedoch niemand im Zimmer. Die Stimme kam aus dem Wohnzimmer. Es war Vaters Stimme. Er betete. Irgendwie wurde mir ganz warm ums Herz. Ich stand auf und ging zu ihm.
Mutter hatte das Sahari - die Morgenspeise vor dem Fastenbeginn aufgetischt. Ich setzte mich zu Vater und hörte zu wie er betete. Dabei genoss ich den Gedanken, nach der Sahari-Speise zusammen mit meinen Eltern zu fasten.
Ja, So begann meiner erster Fastentag. Ich habe an diesem Tag Hunger verspürt aber es war ein Genuss, diesen für Gott zu ertragen. Und mir wurde bewusst, dass ich mich auf eine Macht stütze, die mir Zuversicht und Hoffnung gibt. Abends, zum Iftar - Zum Fastenbrechen, erfüllte mich ich ein wunderschönes spirituelles Gefühl.
Inzwischen sind Jahre seit diesem ersten Fastentag vergangen, aber ich denke noch immer gerne an ihn zurück.

Der Heilige Koran sagt, das die Gottesfürchtigkeit der größte Nutzen des Fastens ist. Gottesfürchtigkeit bedeutet sich von Sünden fernhalten. Gottesfürchtigkeit hält den Menschen von den Irrwegen ab. Sie hilft ihm, mit Zuversicht das Leben zu durchwandern. Gottesfürchtigkeit ist wie ein helles Licht, das auf den geraden Weg leuchtet. Sie schützt vor dem Ungehorsam gegenüber Gott.
Der Prophet des Islams s.a.a.s. hat zu Abuzar gesagt:
Die Gottesfürchtigkeit ist Quelle aller guten Werke!

Die großen Vorbilder der Religion haben die Gottesfürchtigkeit als Stufenleiter zur Vervollkommnung bezeichnet, für deren Erreichnung der Mensch standhaft bleiben und das Selbst beherrschen muss. Da das religiöse Fasten dem Menschen hilft, über sein Selbst zu siegen, ist es ein wichtiger Weg zur Erlangung der Gottesfürchtigkeit.
Ein Fastender verzichtet aus Gehorsam zu Gott für einen Monat einige Stunden am Tag auf Essen und Trinken. Durch das Fasten zügelt er das unbändige Ich, glättet das Herz , reinigt den Körper und heilt das Innere. Ein solcher Mensch wird sich auch in der Gemeinschaft vor irrationalen Wünschen hüten und die Rechte der anderen achten.

Der große muslimische Mystiker Maleki Tabrisi hält einige Punkte vor der Teilnahme an dem göttlichen Gästeempfang für notwendig.Er sagt, der Mensch sollte als erstes für die Segnungen Gottes danken. Und ihn dann wegen seiner Gleichgültigkeit und dem Unrecht das er seiner Seele antat, um Verzeihung bitten und er sollte um Vergebung bitten, dass er Heilung und Reinigung des Herzens vernachlässigt hat. Er sagt: Wenn der Monat Ramadan herannaht, sollte der Mensch um Gottes Huld bitten und dass er ihm hilft, dem Fastengebot zu folgen. Er soll auch den Propheten und die Unfehlbaren Imame bitten für ihn Fürbitte einzulegen. Der Gottsuchende soll sich das Leben dieser Auserwählten zum Vorbild nehmen.

Dieser Mystiker empfiehlt weiter: Der Fastende soll durch die Begleichung der Khums- und Zakat-Abgabe seine Nahrung und seinen Besitz von allem Unrechtmäßigem reinigen. Am besten soll er dies zu Beginn des Monats Ramadan tut, damit sein Gott-Dienen von allem Unrechtmäßigem frei sein wird.