Im Regierungspalst



5. Im Regierungspalst

Muslim schaute Muhammad ibn Al-Aschath an und sagte:
-"Diener Allahs, bei Allah, ich sehe, dass du mir keine Sicherheit garantieren kannst. Hast du die Güte, dass du einen Mann von dir mit meiner Botschaft losschicken kannst, damit er zu Al-Hussain kommt? Denn ich bin sicher, dass er heute schon zu euch aufgebrochen ist, oder dass er sich morgen mit seiner Familie auf den Weg machen wird. Meine Botschaft lautet : ibn Aqil hat mich zu dir geschickt. Er ist ein Gefangener in den Händen der unwissenden Menschenmenge, und er denkt, dass er den Abend nicht mehr erleben wird, ohne getötet zu werden; und er sagt zu dir: 'Kehre um mit deiner Familie, mögen mein Vater und meine Mutter dir geopfert werden, damit dich die Kufiten nicht täuschen, denn sie sind die Anhänger deines Vaters (Imam ali ( Friede sei mit ihm )), welcher sich von ihnen trennen wollte und sei es durch seinen Tod oder seine Ermordung. Die Kufiten haben dich belogen. Wer lügt, kann nicht urteilen.'".
-"Bei Allah", sagte ibn Al-Aschath, "ich werde das tun, und ich werde Ibn Ziyad informieren, dass ich dir eine Sicherheitsgarantie gegeben habe."

Ibn Al-Aschath ging mit Muslim Ibn Aqil zum Palasttor. Er bat um Erlaubnis einzutreten, die ihm gegeben wurde. Er ging zu Ibn Ziyad und informierte ihn über Ibn Aqil und den Schlag Bakrs gegen ihn, und über seine Sicherheitsgarantie. "Was ist mit dir und der Sicherheitsgarantie? Als ob wir dich dazu geschickt hätten, ihm Sicherheit zu garantieren! Wir haben dich nur dazu geschickt, dass du ihn uns bringst." Ibn Al-Aschath schwieg. Während Muslim ibn Aqil an dem Palasttor blieb, bekam er starken Durst. Am Palasttor saßen Leute und warteten auf die Erlaubnis, einzutreten. Unter ihnen waren Umara ibn Uqba ibn Abu Miaut, Amr ibn Huraith, Muslim ibn Amr und Kathir ibn Schihab. Am Tor stand ein Krug mit kaltem Wasser.

-"Gebt mir von diesem Wasser," bat Muslim.
-"Sieh, wie kalt es ist," antwortete Muslim ibn Amr.
-"nein, bei Allah, du wirst keinen Tropfen davon kosten, bis du das Feuer der Hölle gekostet hast!"
-"Schande über dich, wer bist du?," rief Muslim ibn Aqil ( Möge Allah mit ihm zufrieden sein ).
-"Ich bin derjenige," antwortete er, "der die Wahrheit erkannt hat, als du sie verleugnet hast, derjenige, der aufrichtig zu seinem Imam war, als du ihn getäuscht hast, derjenige, der ihm gehorcht hat, als du dich gegen ihn gestellt hast. Ich bin Muslim ibn Amr Al-Bahili."
-"Deine Mutter hat ihr Kind verloren," sagte Muslim ibn Aqil ( Möge Allah mit ihm zufrieden sein ), "wie rauh du bist, wie grob, und wie hart dein Herz ist! Mann aus Bahila, du hast es eher als ich verdient, für ewig im Feuer der Hölle zu schmoren." Er setzte sich nieder und lehnte sich an eine Wand.

Amr ibn Huraith schickte seinen Diener zu ihm mit einem Gefäß, in dem ein Tuch und eine Trinkschale waren. Er goss Wasser hinein und sagte: "Trink," doch jedes Mal, wenn er trinken wollte, füllte sich das Gefäß mit Blut aus seinen Wunden, und er konnte nicht trinken. Er tat dies ein, zwei Mal, und beim dritten Mal, als er trinken wollte, fielen seine Schneidezähne ins Trinkgefäß. Er sagte: "Allah sei Dank (Al-Hamdu-lillah), "wenn Allah mir das als Versorgung zugeteilt hätte, dann hätte ich es getrunken.

Ein Bote von Ibn Ziyad kam und befahl ihm, zu diesem zu gehen. Als er eintrat, grüßte er ihn nicht, wie es einem Gouverneur gebührte.
-"grüßt du den Gouverneur nicht mit seinem Titel?", fragte der Wachmann.
-"Er ist nicht mein Gouverneur, warum soll ich ihn dann mit seinem Titel grüßen?" erwiderte Muslim. "Wenn er nicht meinen Tod wünschen würde, dann würde ich ihn viel grüßen."
-"Bei meinem Leben," sagte Ibn Ziyad, "du wirst getötet werden."
-" So sei es denn" sagte Muslim ibn Aqil.
-"Ja," antwortete Ibn Ziyad.
-"So lass mich noch für einige meiner Stammesleute mein Testament schreiben," erwiderte Muslim.
-"Tu das" sagte Ibn Ziyad.
Muslim schaute auf die Anwesenden, die an der Sitzung mit Ibn Ziyad teilnahmen, und unter ihnen war Umar ibn Sad ibn Abi Waqqas.
-"Umar", sagte er, "wir sind verwandt, und ich brauche dich. Ich brauche dich für die Verwirklichung meines Wunsches, aber es ist geheim."
Doch Umar weigerte sich, ihm zuzuhören.
-"Warum " fragte Ubaidullah, "weigerst du dich, den Wunsch deines Cousins zu beachten?" So stand Umar mit ihm auf und setzte sich dorthin, wo ibn Ziyad sie beide beobachten konnte.
-"Ich habe Schulden in Kufa " sagte Muslim, "die ich gemacht habe, als ich nach Kufa kam, es sind siebenhundert Dirham begleiche sie für mich. Wenn ich getötet werde, dann verlange meine Leiche von Ibn Ziyad und begrabe sie. Schicke irgendjemanden zu Imam Hussain ( Friede sei mit ihm ), der ihn zurückschickt, denn ich habe ihm schon geschrieben und ihm mitgeteilt, dass die Leute auf seiner Seite sind, und ich kann nur denken, dass er kommen wird." Umar wandte sich zu Ubaidullah und sagte :
-"Weißt du, was er zu mir sagte, O Gouverneur?", dann erzählte er ganz laut, was Muslim ihm gesagt hatte.
-Ubaidullah sagte zu ihm
-"Schande über dich, weil du Geheimnisse deines Verwandten preisgibst" dann wandte Ubaidullah sich zu Muslim Ibn Aqil und wiederholte einen Spruch imam Alis ( Friede sei mit ihm ) sagte - "Nicht der vertrauenswürdige hat dich betrogen, sondern du hast einen Betrüger vertraut" dann wandte er sich Umar zu und fügt er hinzu "Was dein Eigentum betrifft, so gehört es dir, und wir werden dich nicht daran hindern, damit zu tun, was du willst, und was seine Leiche angeht, nachdem wir ihn getötet haben, ist es uns gleichgültig, was damit getan wird. Und was Al-Hussain angeht - wenn er nichts von uns will, so wollen wir auch nichts von ihm."
-"Wohl an, Ibn Aqil," sagte Ibn Ziyad zu ihm, "du bist zu den Leuten gekommen, als sie einig waren und hast dann Spaltung zwischen ihnen gesät. Du hast ihre Meinung gespalten und sie gegeneinander aufgebracht."
-"Nein, " antwortete Muslim ibn Aqil ( Möge Allah mit ihm zufrieden sein ), "ich bin nicht deshalb gekommen, sondern weil die Leute aus der Stadt (Kufa) behaupteten, dass dein Vater ihre besten Männer getötet, ihr Blut vergossen habe und mit ihnen wie der Schah von Persien oder der Kaiser von Byzanz umgegangen sei. Wir sind gekommen, um ihn zu Gerechtigkeit zu ermahnen und ihn dazu aufzurufen, gemäß dem Buche (d.h. dem Quran) zu regieren."
-"Was hast du damit zu tun, du Abweichler?" schrie Ibn Ziyad. "Warum hast du das nicht bei den Leuten getan, als du in Medina Wein trankst?"
-"Ich und Wein trinken?! Bei Allah, Allah weiß, dass du nicht die Wahrheit sprichst, und dass du ohne Wissen gesprochen hast, denn ich bin nicht so, wie du gesagt hast. Es kann eher von dir und deinem Führer ( Ziad ) angenommen werden, dass ihr Wein trinkt, als von mir, ihr habt das verbotene Blut vergossen und das Leben gelöscht, das Allah zu töten verboten hat. Ihr habt Menschen aufgrund von Vermutungen eingesperrt und Gottesgesetze übertrete, während Yazid sich amüsiert und mit seinen Affen spielt, als ob er nichts getan hätte."
-"Du Abweichler", schrie Ibn Ziyad, "deine Seele [nafs] brachte dich dazu, etwas zu begehren, was Allah dir verwehrt hat, da Er dich nicht dafür als würdig erachtete."
-"Und wer ist dessen würdig," fragte Muslim, "wenn nicht wir?!"
-"Der Herrscher der Gläubigen, Yazid," antwortete Ibn Ziyad.
-"Preis sei Allah unter allen Umständen," erwiderte Muslim, "und wir akzeptieren Allahs Urteil zwischen uns und euch."
-"Möge Allah mich töten," sagte Ibn Ziyad, "wenn ich dich nicht auf so eine Weise töten werde, auf die noch niemand im Islam getötet worden ist."
-"Du bist derjenige, der die meisten Neuerungen [Bedaa] in den Islam gebracht hat, (Das heißt mich auf eine neuartige Weise umzubringen ist nicht neu für dich ) die es vorher nicht gab," sagte Muslim,Da begann Ibn Ziyad, ihn zu beschimpfen, und er beschimpfte Imam Hussain, Ali und Aqil, Segen und Heil sei auf ihnen, und Muslim sprach nicht mit ihm.

"bringt ihn hinauf auf das Dach des Schlosses," befahl Ibn Ziyad, "und köpft ihn so, dass sein Kopf auf die Strasse fällt und wirft seinen Körper hinterher."