Charta der Freiheit



Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen

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Dies ist für mich ein freudiger Tag. Natürlich hatte ich Ihre Universität während der Zeit meiner Präsidentschaft regelmäßig besucht. Aber die jetzige Gelegenheit hat bestimmte Aspekte, welche ihn als süße andauernde Erinnerung in meinem Gedächtnis aufbewahren werden. Vor einigen Monaten, als ich über diese Veranstaltung dieser Studentenversammlung informiert wurde, da hat man seitens des geehrten Rektors wahrscheinlich erwartet, daß ich eine Botschaft zu diesem Anlaß übersenden würde oder die Studenten gekommen wären, um ein Treffen mit mir zu haben. Vom allerersten Moment an hatte ich mich aber entschlossen, an dieser Abschlußfeier teilzunehmen und persönlich Zeuge von diesem wertvollen Produkt, den Anstrengungen dieser jungen Universität (während) der letzten sieben Jahre zu sein.

Diese Universität wurde mit so manchen Erwartungen und Hoffnungen gegründet. Offenbar steht unsere Revolution, unser System und der Fortschritt, den wir gemacht haben in der Schuld all unserer Universitäten, für die Dienste, die sie an Wissenschaft und Kultur geleistet haben. Auch diese Universität war ein Produkt der Revolution, um Akademische Denker und kompetente Universitätslehrer, die nach dem Sieg unserer Islamischen Revolution ausgebildet wurden, entwickeln und versorgen zu können.

Möglicherweise ist heute, wo - Gott sei Dank - unsere Universitäten zahlreiche Gläubige und revolutionäre Absolventen hervorgebracht haben, die Wichtigkeit dessen, was ich sage, vielen nicht gegenwärtig. Dies war jedoch in den ersten zehn Jahren der Revolution höchst bedeutsam: in den Tagen, als einige Hochschullehrer nicht kommen und unterrichten wollten, als einige wiederum nicht gewillt waren, mit der revolutionären Bewegung zusammenzuarbeiten, als einige ins Ausland gereist waren. Es gab auch andere, die von den Studenten nicht willkommen geheißen wurden, welche (ihrerseits) öfters zu uns kamen sind, und sich darüber beklagt haben, daß es ihren Professoren an Sympathie und Hingabe mangele - und sicher gab es auch andere, die ihre Arbeit treu und hingebungsvoll fortsetzten haben.

All das bedeutete, daß wir hinsichtlich der Verbesserung und der Erweiterungen unserer Universitäten eine grundlegende Initiative zu starten hatten, (und) eine solche Idee war die Gründung dieser neuen Universität. Und heute, wenn ich umherblicke und einige tausend junge Studenten sehe, junge Frauen und junge Männer, die an dieser Universität einen Abschluß erlangt haben und die dieser Festveranstaltung beiwohnen, so bin ich sicher, daß dies eine bleibende und überaus freudige Erinnerung bleiben wird.

Liebe Schwestern und Brüder, es gibt etwas, was ich bei dieser Gelegenheit betonen möchte: Die heutige Universitätsgeneration trägt eine besondere Verantwortung. Gerade heute durchschreitet Euer Land, Eure Revolution und Eure ruhmreiche islamische Ordnung eine Phase, welche die Zusammenarbeit aller Verantwortlichen, Verwaltenden und fähigen Hände braucht, um unser System und unsere Ideen voranzubringen.

Wir haben bereits einige schwere Zeiten hinter uns gebracht: die Zeit des Krieges und andere. Das waren Zeiten großer Härte. Heute ist es nun an der Zeit, jegliche Rückschrittlichkeit abzustreifen, die uns während der langen Zeit der Despotie in unserem Lande auferlegt worden ist. Und zwar durch Wissen, Wissenschaft und wissenschaftliche Anstrengungen, und uns freizumachen von jenen Perioden in unserer Geschichte, in denen es Talenten nicht erlaubt worden war, aufzublühen, in der die Wahrheit und die ursprüngliche Identität dieser Nation nicht demonstriert werden konnte, in der als Folge des Imports von Industriegütern, wie auch Produkten des wissenschaftlichen und industriellen Fortschritts des Westens, wir auf jedem Gebiet abhängig wurden, als sie auch noch ihren intellektuellen und kulturellen Kram zu uns exportierten.

Ihre erste und vorrangigste Bestrebung war es, unsere gebildeten Schichten von sich selbst zu entfremden, von ihrer eigenen Kultur, ihren eigenen Gewohnheiten und Gebräuchen. Von ihrem eigenen Wissen und ihrer eigenen Wissenschaft und vom Vertrauen in die Fähigkeiten und die Talente, die in der iranischen Nation ruhen. Und natürlich hatte der Mangel an Glauben und Selbstvertrauen in uns selbst seine eigenen Folgen.



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