Pflicht der Muslime, dem Quran zufolge



Dass die Muslime auf der Welt bisher keine starke und aktive Türkisch-I slamische- Union gegründet haben, ist ein tragisches Fehlen. Falls ein starkes Bündnis gewährleistet werden würde, würden solche Probleme, wie sie heute gegenwärtig sind, würde man entweder überhaupt nicht begegnen oder alle zu lösenden Probleme, würden man in einer unvorstellbar kurzen Zeit lösen.

Es ist absolut natürlich, dass in der Islamischen Welt verschiedene Kulturen, Traditionen und Auffassungen bestehen. Wichtig ist, diese Unterschiede unter dem Dach einer Glaubensgemeinschaft, einem pluralistischen, solidarischen Bündnis zu vereinen. Unterschiede in der Ansicht, Philosophie und Ausführung sind Dinge, die in jeder Gemeinschaft üblich sind. Dass die Muslime, der Islamischen Moral entsprechend, trotz aller Unterschiede, einander als Geschwister gelten, darf nicht vergessen werden. Unabhängig der Rasse, Sprache, Land, Konfession, sind alle Muslime Geschwister. Aus diesem Grund sind die Unterschiede in der Islamischen Welt als eine Bereicherung zu bewerten, und dürfen nicht die Grundlage für Auseinandersetzungen unter den Muslimen bilden und sie von den Hauptthemen fern halten; sie an der Lösung dringender und immenser Probleme hindern und in Konflikten und Trennungen ausarten.

In den Beziehungen der Muslime untereinander ist nicht die Rasse ein Maßstab, die ethnische Zugehörigkeit, Eigenschaften, wie die Sprache, der Status, die Position oder Macht des Gegenübers, sondern sein Glaube und sein guter Charakter.

Die Liebe der aufrichtigen Gläubigen zueinander, entwickelt sich abhängig von der Furcht und Obacht des anderen vor Allah, seiner innigen Liebe unserem Schöpfer gegenüber, seiner guten Werke und seinem guten Charakter. Falls jemand die Tatsache, sein Leben dem Wege Allahs gewidmet zu haben, in all seiner Art und Handlung beweist, in jedem Augenblick die Gunst und Barmherzigkeit Allahs erwartend, gute Werke vollbringt, fühlen die Gläubigen ihm gegenüber Liebe und Hochachtung. Die Hautfarbe dieses Menschen, seine Abstammung, seine finanziellen Möglichkeiten gelten nicht als Kriterien, diese Dinge haben keinen positiven oder negativen Einfluss auf Ihre Liebe. Die selben Kriterien müssen auch den Maßstab der Beziehungen Muslimischer Gemeinschaften untereinander bilden. Die Grundlage der Beziehung zweier Muslimischer Gemeinschaften, muss der im Quran angegebene Maßstab sein.

Muslime müssen, falls Umstände entstehen, die ein gemeinsames Handeln verhindern, sich über folgende Fragen Gedanken machen:

„Ist dieses Thema so wichtig, dass es eine Vereinigung des Islam schädigen kann?“

„Stellt es ein Thema dar, in dem es keine Übereinkunft geben kann?“

„Ist es vorzuziehen, statt sich mit der ungläubigen Ideologie auseinanderzusetzen, sich mit einer anderen Muslimischen Gemeinschaft zu beschäftigen?“

Jeder, der diese Frage gewissenhaft beantwortet, wird sehen, dass es vorrangig ist, sich von den endlosen Diskussionen fern zu halten und eine auf der Moral des Quran basierende Übereinkunft der Muslime zu gewährleisten.

Die Islamische Welt, muss die Andersartigkeit und die Unterschiede beiseite lassen und sich auf die Tatsache berufen, dass alle Muslime „Geschwister“ sind und mit der wunderbaren Moral, die diese geistige Brüderschaft mit sich bringt, der gesamten Welt ein gutes Beispiel präsentieren. Dass alle Gläubigen miteinander verschwistert sind, ist eine Huld und eine Gabe Allahs. Die aufrichtigen Muslime sollten unserem Schöpfer für diese Gabe Dank erweisen und dürfen den Befehl Allahs „zersplittert euch nicht“ nicht vergessen.

 



back 1 2 3